Sa

08

Okt

2011

I believe I can fly

Ein Vogel hat die Hitze satt.
Er duscht fast stündlich sein Gefieder.
Der Asphalt in der Innenstadt
erhitzt den Geist und die Gemüter.

Vor Jahren hat er sehr geschwärmt
von Stadtluft und von Imbiss-Bude.
Ihm war egal, dass es dort lärmt.
Er sah in allem nur das Gute.

Doch heute ist er abgeklärt.
Er kennt die dunklen Schattenseiten,
und vieles ist nicht liebenswert.
Um einen Big Mäc muss er streiten.

Er sehnt sich in sein Vaterhaus.
Mit keinem hat er das besprochen.
Er weiß nicht ein, er weiß nicht aus.
Denn der Kontakt ist abgebrochen.

Fern von daheim, entsteht kein Glück.
Er möchte wieder zu sich kommen.
Den weiten Weg fliegt er zurück.
Dort wird er herzlich aufgenommen.

© Roman Herberth

Für uns Großstädtler sehr passendes Gedicht.

Denn oft fühlen wir uns gefangen, obwohl wir alle

Freiheiten dieser Welt haben. Wir fühlen uns sogar wie in einem goldenen Käfig, haben alles was wir brauchen, doch fehlt uns etwas.

Nämlich nicht die materialistische Absicherung, sondern das tiefe Wissen über inneren Frieden und Freiheit, steht

im Mittelpunkt unserer Intension.

Die Vogelpositionen spiegeln wieder, wie wir durch das Leben gleiten, fliegen oder schweben. Die Balance halten zwischen Alltagspflichten und geistiger Entwicklung, ohne abgedriftet zu wirken.

Wie halten wir unser Gleichgewicht, ohne aus

der Bahn geworfen zu werden?

Indem wir loslassen...

...loslassen von all dem Leistungsdruck und Ansichten der Außenwelt.

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